Jazzland Blues

Claus Raible Quintet feat. Brad Leali & Steve Fishwick

JLP-Text: Das Quintett um den renommierten Pianisten und Bandleader Claus Raible packt einen und spricht, Logik und Leidenschaft verbindend, alle Sinne an und lässt sofort den berühmten Funken auf das Publikum überspringen. Nun hat Raible das Programm seiner aktuellen Trio-Produktion FUGITIVE FIGURES sowie eine Reihe von neuen Werken für Quintettbesetzung bearbeitet und präsentiert ein fulminantes Ensemble. Wir freuen uns dabei sehr, nach vielen Jahren den Saxophonisten Brad Leali endlich wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Mit seinem unverwechselbaren Sound und Stil ist er einer der bemerkenswertesten zeitgenössischen Saxophonisten. Leali hat mit zahlreichen Jazzgrößen wie Clark Terry und Freddie Hubbard zusammengearbeitet und verbrachte auf Einladung von Frank Foster und unter der Leitung von Grover Mitchell viele Jahre mit dem Count Basie Orchestra. An seiner Seite steht mit Steve Fishwick einer der besten Jazztrompeter aus dem Vereinigten Königreich, der sich dank seiner makellosen Technik und seiner wunderbar fließenden, harmonisch reichen Improvisationen rasch weltweit einen außerordentlich guten Ruf erarbeitet hat. Den nötigen Drive liefert die zupackende Rhythmusgruppe mit Milos Colovic am Bass und Xaver Hellmeier am Schlagzeug.

Brad nicht nur ein hervorragender Spieler, …

… sondern auch ein sehr aktiver Zuhörer seiner Mitmusiker! Almost dancing with the Sax ;-)!

Steve ist von den Bewegungen her eher der „minimalistische“ Typ ;-), der die Töne fast geheimnisvoll unsichtbar aus dem Instrument lockt!

Claus spielt, wie fast alle Jazzpianisten, auch mit dem Körper.
Nur Arthur Rubinstein habe ich in Erinnerung, der mit fast versteinertem Oberkörper und Gesicht die Tasten betätigte – aber nicht Jazz :-)!

Xaver, wie Claus so nett moderierte: „Our X-Men from Munich – Xaver Hellmeier“ wäre der erste Drummer, der seine Aufgabe ohne Körperbewegung schafft –
na ja Charlie Watts war ziemlich nahe dran :-).
Auf das große Foto von Xaver oben klicken für ein Drumsolo – Tonqualität nicht großartig.

Milos oft tief in seinem Bass …

… versunken …

Ob der Bogen an diesem Abend zum Streichen verwendet wurde weiss ich nicht – auf jeden Fall hatte er am Notenpult einen tragende Funktion :-).

Hochkonzentriert gespielt und ein wenig geschafft, gell Claus? – Aber nun doch erleichtert …
wer ruft da Zugabe?? – Na gut, aber doch ein wenig anders …

Die Zugabe erinnerte mich an die Abschiedssymphonie von Joseph Haydn (HV I:45). Zuerst kamen die Musiker nach und nach auf die Bühne. Beginnend mit Claus dann Milos, gefolgt von Xaver und Steve. Brad erklomm während dessen mit seinem Altsax die Stufen zur Tür und in Vorahnung auf das, was da kommen könnte, hab ich meine Kamera schnell wieder ausgepackt und ihn „verfolgt“. Den letzten Auftritt und den haydnschen Abgang entweder hier oder auf das Brad-Foto unten klicken.
Aber auch am Foto erklingt, obwohl es sehr danach aussieht, nicht die James Bond Melodie :-).
Ansehen und anhören dabei gerne beurteilen ob meine Texte im Beitrag zutreffen oder aus der Luft gegriffen sind ;-)!


For our ears only!

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