Jazzland Blues

Roland Batik Trio „50-jähriges Bühnenjubiläum im Jazzland“

JLP-Text: Auch wenn sich zwischen Jazz und Klassik viele Gemeinsamkeiten finden lassen, so sind trotzdem echte „Grenzgänger“ zwischen den beiden musikalischen Welten ziemlich selten – und es sind fast immer Pianisten. In den USA reüssierten André Previn und Mel Powell auf beiden Seiten der undefinierten Grenze, bei uns natürlich der unvergessene Friedrich Gulda und eben auch Roland Batik, der vor 50 Jahren (am Di. 17.2.1976) seinen ersten Jazzland-Auftritt absolvierte. Seitdem ist er zu einem internationalen Star geworden (seine Brahms-Einspielungen gelten als ein Standard-Werk der Klassik) und auf unserer Seite des Zauns begeistert er an seinen viel zu seltenen Jazzabenden mit einer abwechslungsreichen Folge von eigenen swingenden Kompositionen und hochintelligenten Adaptionen von ausgewählten Standards aus 100 Jahren Jazz-Geschichte. Untrennbar an seiner Seite stehen und sitzen seit langem kongeniale Partner – Bassist Heinrich Werkl, der als swingender Begleiter und einfallsreicher Solist dem Chef in jeder Hinsicht das Wasser reichen kann, und Walter Grassmann, dessen legendärer Ruf als Bigband-Meister-Drummer sich längst auch auf Klein-Formationen übertragen hat.

Dass die letzten drei der obigen Bilder aus der Aufnahmesequenz des Beitragsbildes stammen, ist wohl überflüssig zu erwähnen – deshalb: Ignorieren Sie den Text links des Bindestriches 🙂 !

In meiner Erinnerung habe ich das letzte Bild in genau dieser Haltung von Roland in Erinnerung – es muß wohl in den 70er oder 80ern gewesen sein – als er mit Paul Gulda gemeinsam das Jazzland bespielte.

Aber zurück zum UnErnst der Musik:
Zahlreiche Gäste kamen mit Worten wie „Ich muss meinen alten Klavierlehrer besuchen!“ darunter ein kleines Firmentreffen des früheren Musikverlag Doblinger-Teams aus exGeschäftsführer und exGesellschafter Peter P. und exVerlagsleiter Michael P. – Wem ich es noch nicht erzählt habe: Doblinger ist einer meiner exKunden aus den frühen Nullerjahren 😉 – daher kennen wir einander-

Auch wenn sich das Sammeln der Jahre in der Farbe der Haare niederschlägt – markantes und kraftvolles Basspiel von Heinrich – einfach WOW!

Und der nette Herr kam doch glatt die Stiege runter mit den Worten: „Wenn ich Eintritt zahle, muss ich dann heute NICHT spielen. MEINGOTT WALTER! In aller und alter Freundschaft das kommt ja gar nicht in Frage!

Denn wie sollte sonst die Jugend von der Qualität und den Jung-halte-enzymen unserer Musik erfahren? Wie zum Beispiel die drei Studis aus Aachen – Tara, Felix und Tristan, die zufällig ins Jazzland kamen und mir an der Bar enthusiastisch mitteilten: „Wir waren jetzt eine Woche in Wien – hier und heute war der beste Abend – schade, dass wir morgen schon abreisen!“

Das Publikum verlangte nach einer ersten Zugabe und bekam diese auch, nach einem kurzen Beratschlagen der drei Akteuere …

… wurde dankend wieder …

… in die Tasten, …

… in die Saiten (inkl. „Saitenblick“ zu Roland 🙂 ) …

… und in die Felle gegriffen!

Und nach einer weiteren Zugabe …

… ist dieser Abend ausgeklungen!

Roland Trio: Kommt bald wieder!

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