SV digital … beinahe
Pension! Endlich Zeit um …
… diese in Wartezimmern von Ärzten zu verbringen. Zeit um Überweisungen, Befunde etc. von Einem zum Anderen zu transportieren und dort wieder GEDULDIG (=patient, engl.) zu warten. Wer eine Patience legt tut das: geduldig! Ein Patient im austriakischen Sinne hat also nicht mit dem lateinischen Ursprung „Leiden“ zu tun sondern ausschließlich mit GEDULD bei der Unterstützung der administrativen Abläufe – unter denen sie und er auch LEIDEN kann.
SVGo! Die KillerAPP
Wie schon öfter erwähnt falle ich unter den Typ „early adopter“ und war somit sicher einer der ersten der diese APP genutzt. Genauso wie diverse Laborportale, Online-Terminvereinbarungen usw usf! Um jenen die vielleicht noch immer die Zettel herumtragen ein wenig zu unterstützen, eine kleine Schilderung wie sowas seit Jahren fast perfekt abläuft an einem Beispiel:
Tag1 Überweisung zum MRT
Die eCard wurde gesteckt bzw. aufgelegt. Gerne hier mein Handy „Bei uns geht das noch nicht“ aha – na gut hab die Plastikkarte zur Sicherheit eh noch dabei. Ich bekomme auf Papier eine Überweisung für ein MRT die Chefarztpflichtig ist. Noch bevor ich die Praxis verlasse scanne ich in der SVSGoAPP die Papierüberweisung ein um sie bewiligen zu lassen. Ich hake IMMER an, dass ich keine postalische Zusendung der Bewilligung brauche!
Tag2 APP „Bewilligung erfolgt“
Oft kommt die Bewilligung sogar am selben Tag! Echt SUPER! Weil mir große Tastaturen noch immer lieber sind, als die Handymäuseklaviere und die Sprachsteuerung noch immer mehr Zeit für die Korrekturen des falsch verstandenen Blödsinns erfordert als das Tippen, gehe ich am PC über Browser auf svsGo. Lade die Bewilligung herunter und auf dem Portal des Labors wieder hoch inkl. Terminvereinbarung – sensationell! Schon morgen Vormittag ist was frei!
Tag3 MRT wird durchgeführt
Papierbefundung und CD gewünscht? Nein Danke lade ich mir vom Portal. Der Arzt erhält über einen Code die Befunde direkt. Ich schlendere nach Hause. Bevor ich noch am Schreibtisch bin kommt die Mail, dass der Befund im Labor-Portal abrufbar und der Arzt hat ihn auch schon. Ich lade den Befund und die Bilder bzw. das Video auf meinen Rechner, über die Cloud hab ich darauf auch via Tablet und Handy Notzugriff. Und eine Spiegelung auf ein lokales NAS-Array – man weiß ja nie!
Tag4 Befundbesprechung, Behandlungsbeginn
Ich gehe – vorsichtshalber mit Notebook oder Tablet – zum Arzt von Tag1. Könnte ja sein, dass nicht nur die eCard via Handy nicht geht sondern auch die Befunde nicht angekommen sind. Aber mittlerweile packe ich den PC mit dem MRT-Viewer nur mehr sehr selten aus. Wir besprechen was die Schlussfolgerungen aus dem MRT sind und wie ich behandelt werden soll / will. Die Medikamente werden „auf die eCard geladen“ – was technischer Blödsinn ist, weil die Info steht nicht auf der Karte, sondern unter meiner ID auf einem Server und von dort wird sie der Apotheke via eCard (deren Leser kann Handy!) angezeigt und mir überreicht.
Tag6 oder ev. auch noch später
In meinem physischen Postkastl finde ich ein Fensterkuvert von der SVS „bar freigemacht“. Im Kuvert ein A4-Blatt auf dem genau dieselbe Bewilligung steht, die ich am Tag1 EXPLIZIT NICHT WOLLTE und bereits am Tag2 via APP elektronisch erhalten, und aus dem SV-Portal ans Labor gesendet habe.
Schilda goes digital!
Mit zunehmendem Alter und Anzahl solcher Vorgänge steigt auch die Menge an damit sinnlos vernichteten SV-Beiträgen. Warum wird mein Wunsch: „KEIN Papier!“ einfach ignoriert? Seit JAHREN versuche ich erfolglos diesen Schwachsinn abzustellen! Angeblich sind sie gesetzlich verpflichtet mir den Kaaszett’l für Altpapier only postalisch zukommen zu lassen! Wenn Sie einen Tippp haben, wo wir SV-Zahler da den Hebel ansetzen könnten um wenigstens den Blödsinn abzudrehen: Her damit! Damit ich diese Seite wieder mit sinnvolleren Texten füllen kann.
My patience has endet!
Michael Schober
TGM B78
PS: Wenn ich gerade nicht in einem Ärztewartezimmer sitze, schieße ich www.jazzfotos.at – oder bin im www.jazzland.co.at zu finden.

