Jazzland Blues

Claudine François Quartett

JLP-Text: Die Pianistin Claudine François kommt ursprünglich aus Paris und lebt in Marseille. Sie zeichnet sich aus durch ihre Offenheit und die Vielseitigkeit ihres Stils. Von langjährigen Kontakten mit amerikanischen Jazzmusikern aus New York und dem Ethno-Jazz geprägt, schuf sie viele Eigenkompositionen. Sie veröffentlichte mitunter mehrere CDs darunter auch gemeinsam mit Jim Pepper, der in den 90er- Jahren in Graz lebte und öfter in Wien gastierte. Gemeinsam mit Tobias Pustelnik sax, Klaus Melem b & Andjelko Stupar dm werden unterschiedliche Stücke geboten, vom Pianosolo über das klassische Klaviertrio, bis zum gehaltvollen und kräftigen Quartett. Jedes Mitglied im Ensemble ist ein hervorragender Solist, und das Klaviertrio bietet eine ideale Rhythmusgruppe für den Solisten am Saxofon.

Ich hatte Andjelko noch nie zuvor gehört oder gesehen! Spontan schoss mir beim ersten Blick auf die Bühne Milan Nikolic in den Kopf! – Mit Milan scherze ich seit Jahren über seinen „Hüpf-Tanz am Kontrabass“ – mit Andjelko konnte ich an diesem Abend den Gag am Schlagzeug weiterführen 🙂

Ganz im Gegensatz zu Klaus, der durchaus bewegt UND bewegend aber mit kontrollierten Bewegungen seinem Kontrabass schier unglaublichen Klänge entlockt (Tocatta und Fuge by JSB, G-Moll-KV40 by WAM und Peer Gynt Suite in fliesendem Übergang zu Eigenkompositionen über eine springlebendige Katze als SOLO-Kontrabass Stück). Wie schon bei seinem McCartney-Tribute-Abend 2022 fiel mir – und wohl auch dem mucksmäuschenstill lauschendem Publikum – vor Staunen sprichwörtlich die Lade runter!

Falls Sie es nicht auf den obigen Fotos von den Lippen lesen konnten: Auf jedem Tisch lagen ein paar dieser Zettel …

… und Claudine motivierte das Publikum bei der letzten Nummer gemeinsam mit allen Musikern zu singen, was ein paar auch machten!

Es folgte frenetischer Jubel und das Begehr nach einer Zugabe …

… dem das Quartett sehr rasch nachkam. Vielleicht auch, weil Klaus am nächsten Tag früh raus musste um die Anreise zur 11:00 Orchesterprobe an der Grazer Oper von Wien weg noch mit Puffer zu schaffen.

In meiner laienhaften Wahrnehmung fand ich das Klavierspiel von Claudine sehr kraftvoll.

Tobias durfte sich in der ersten Reihe alleine am Tenor und Sopransaxophon verausgaben

Nein, auch wenn die ERSTE seit Jahrzehnten das Jazzland unterstützt, …

… auch im Jazz gibt es keinen Ersten – nur echtes Teamwork: Gemeinsam aufhören ist das Motto! 🙂

Aber jetzt war wirklich Schluss-akkord und AUS-klang!

Und zahlreichen Gästen, die nach der Geschichte des Jazzlands fragten, verwies ich auf das Foto unseres Axel, mit der Ergänzung, dass er diesem Tag seinen 83er gehabt hätte …

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